Kriege, Konflikte und Naturkatastrophen schaffen immense humanitäre Bedürfnisse. Gleichzeitig werden Kriegsregeln gebrochen, Krankenhäuser angegriffen und medizinisches Personal getötet. Große Geberländer kürzen die Budgets für humanitäre Hilfe, und die Hilfe wird zunehmend politisiert. In diesem Vortrag stellt Trygve Thorson Fragen, wie humanitäre Organisationen in einer solchen Situation navigieren können und ob die Grundsätze der Neutralität und Unparteilichkeit noch eingehalten werden können.
Trygve Thorson verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung bei Ärzte ohne Grenzen. Er war unter anderem in der Demokratischen Republik Kongo, im Jemen, in Haiti, im Südsudan und auf dem Mittelmeer tätig und war auch in den Büros der Organisation in Oslo, Genf und Amsterdam beschäftigt. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Sozialanthropologie und Politikwissenschaft von der NTNU sowie einen Master-Abschluss in Menschenrechten und humanitärem Handeln von Sciences Po in Paris. Thorson wurde in Hemsedal geboren und ist dort aufgewachsen. Heute arbeitet er als Senior Advisor in der nationalen Unterstützungsgruppe nach dem 22. Juli.
